19. Workshop der „Partnership for Peace Consortium“-Studiengruppe: „Regional Stability in the South Caucasus“

Berlin, 14. April 2019

Von 11. bis 14. April fand in Berlin der 19. Workshop der Studiengruppe „Regional Stability in the South Caucasus“ des „PfP-Consortium of Defense Academies and Security Studies Institutes“ statt. Seit sieben Jahren dienen diese Workshops Experten aus der Region des Südkaukasus, den Nachbarregionen und internationalen Vertretern als Austauschplattform auf akademischer Ebene. Das 19. Treffen der Studiengruppe war der Diskussion über „Geopolitical Challenges of European Security in the South Caucasus and Ukraine“ gewidmet. Die Tagung fand in Kooperation mit der Landesverteidigungsakademie, der Direktion für Sicherheitspolitik sowie dem in Berlin ansässigen „Dialogue of Civilizations Research Institute“ statt.

Geopolitische Herausforderungen im Südkaukasus und in der Ukraine

Aufgrund der unterschiedlichen innerstaatlichen und zwischenstaatlichen Konfliktverhältnisse sind die Länder des südlichen Kaukasus seit Jahrzehnten Schauplatz von bewegenden Ereignissen. Allein im letzten Jahr fanden Massendemonstrationen gegen die jeweilige Regierung in Armenien und Georgien statt und auch aufgrund des Konflikts um die Region Berg-Karabach kommt es immer wieder zu Machtkämpfen zwischen der aserbaidschanischen und der armenischen Regierung. Groß- und Regionalmächte wie Russland, die Vereinigten Staaten von Amerika, die Europäische Union, der Iran und die Türkei ringen um Einfluss im Südkaukasus und der Ukraine, zudem sind neue Akteure wie China zunehmend in den Regionen aktiv.

Wissenschaftliche Inputs und interaktive Diskussion

Knapp 40 Experten aus der Region - Vertreter von Ministerien, Streitkräften, akademischen Einrichtungen, Medien, Think-Tanks sowie internationalen Organisationen und Institutionen - kamen in Berlin zusammen, um aus sicherheitspolitischer Perspektive die aktuellen Auswirkungen und Herausforderungen der Konflikte im Südkaukasus und der Ukraine zu diskutieren. Als ideale „Track-II-Diplomacy“-Plattform zielte der Workshop darauf ab, gemeinsam umsetzbare politische Empfehlungen („policy recommendations“) zur Förderung der Konfliktbewältigung und Friedenssicherung im südlichen Kaukasus vorzuschlagen. Diese umfassten Themenbereiche wie die Kooperation im Energiesektor, die Intensivierung vertrauensbildender Maßnahmen bis hin zu Verbesserung von Unterrichtsmaterialien zur Entwicklung positiver Narrative.

Vertrauensbildender Austausch auf akademischer Ebene

Die Direktion für Sicherheitspolitik und die Landesverteidigungsakademie betreuen die internationale Studiengruppe zum Stabilisierungsprozess im Südkaukasus im Rahmen des „Partnership for Peace Consortium“ seit 2012. Zweimal jährlich finden Workshops statt und behandeln aktuelle sicherheitspolitische Themen. Die Mitglieder der Studiengruppe erarbeiten dabei politische Empfehlungen. Diese richten sich an Entscheidungsträger in nationalen Regierungen sowie an Stakeholder und die internationale Staatengemeinschaft und sollen den Prozess der Konfliktbeilegung in der Region unterstützen und vorantreiben.



Eröffnung des 19. RSSC-Workshops in Berlin.

Präsentationen der Teilnehmer zur aktuellen Lage in den Ländern des südlichen Kaukasus.

Expertendiskussion im Plenum.



19. Workshop der „Partnership for Peace Consortium“-Studiengruppe„Regional Stability in the South Caucasus“

Berlin, 14. April 2019

Von 11. bis 14. April fand in Berlin der 19. Workshop der Studiengruppe „Regional Stability in the South Caucasus“ des „PfP-Consortium of Defense Academies and Security Studies Institutes“ statt. Seit sieben Jahren ...